
Wer in den letzten Monaten eine Offerte für neue Notebooks oder Server eingeholt hat, hat es bemerkt: Hardware ist so teuer wie seit Jahren nicht mehr. Der Grund liegt nicht bei Ihrem Lieferanten, sondern in den Rechenzentren der grossen KI-Anbieter. Sie kaufen Arbeitsspeicher und Flash-Speicher seit Mitte 2025 in rauen Mengen.
Was passiert ist
Die Zahlen sind deutlich. DDR5-Arbeitsspeicher kostete im Juni 2026 im Handel rund viermal so viel wie im Juli 2025. SSDs lagen im August 2026 im Schnitt rund 120 - 130 Prozent über dem Niveau vom Herbst 2025. Die durchschnittlichen PC-Preise sind 2026 wegen der teureren Speicherbausteine um 15 bis 20 Prozent gestiegen.
Betroffen ist praktisch alles, was einen Chip enthält: Notebooks, Server, Smartphones, Firewalls, NAS-Systeme. Und eine Entspannung ist in nächster Zeit noch nicht in Sicht.
Warum das gerade jetzt besonders schmerzt
Viele Unternehmen haben den Wechsel von Windows 10 auf Windows 11 hinausgeschoben. Das erste Jahr der kostenpflichtigen Sicherheitsupdates (ESU) für Firmengeräte ist am 13. Oktober 2026 ausgelaufen, das zweite kostet pro Gerät doppelt so viel. Wer jetzt ohnehin ersetzen muss, trifft auf einen Markt mit Rekordpreisen.
So beschaffen Sie trotzdem vernünftig
Die Preise werden 2027 kaum sinken. Wer jetzt mit einem klaren Lifecycle-Plan arbeitet, kauft nicht billiger als vor zwei Jahren – aber deutlich günstiger als jene, die erst reagieren, wenn das Gerät ausfällt.
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